Freising, 05.11.02 Z Für eine verbesserte Sterbebegleitung
in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen hat sich Sozialministerin
Christa Stewens (CSU) ausgesprochen. Der Hospizgedanke müsse verstärkt in diese
Einrichtungen integriert werden, sagte sie am Montag im Freisinger
Kardinal-Döpfner-Haus bei einer Fachtagung der Bayerischen Stiftung Hospiz.
Eine humane Sterbegeleitung sei in der stationären Altenpflege ein wesentlicher
Qualitätsfaktor. Dabei sollten Sterbende so weit wie möglich von Schmerzen
befreit werden. Es gelte außerdem, ihnen einen Abschied in Würde zu ermöglichen,
meinte Stewens. Die Ministerin ist auch Schirmherrin der Bayerischen Stiftung
Hospiz ist.
Die Aufenthaltsdauer in Alten- und Pflegeheimen hat sich nach den Worten von
Stewens seit der Einführung der Pflegeversicherung drastisch verändert. Die
häusliche Pflege sei gestärkt worden, und deshalb erfolge der Umzug ins Heim
immer später. Die Verweildauer dort verkürze sich. So würden etwa 30 Prozent der
Heimbewohner innerhalb der ersten drei Monate sterben.
Im Rahmen von zwei Modellprojekten in Zusammenarbeit mit örtlichen
Hospizvereinen sei in Münchner Pflegeheimen die Hospizarbeit erprobt worden.
Dabei habe sich gezeigt, dass eine verbesserte Sterbebegleitung in den Alten-
und Pflegeheimen, möglich sei. Auch dort könnten wichtigste Bedürfnisse von
Sterbenden verwirklicht werden. Dazu gehöre, sie nicht allein zu lassen, ihre
starken körperliche Schmerzen zu lindern und letzte Dinge zu regeln. Wichtig sei
dabei eine enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen, den Ärzten und den
Hospizvereinen. kna


